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Schalter / Taster

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Schalter und Taster steuern elektrische Funktionen, unterscheiden sich aber in der Bedienung: Ein Schalter behält seine Stellung, ein Taster schaltet nur, solange er gedrückt wird. Bei Pollin finden Sie Kippschalter, Wippenschalter, Drucktaster, Mikroschalter und Endschalter als Bauelemente für Platinen, Gerätebau und 12-V-Anwendungen – mit Filtern nach Schaltkontakten, Schalter-/Tasterfunktion und Schutzart. Lichtschalter und Taster für die Hausinstallation finden Sie in der Kategorie Schalter / Steckdosen.
Schalter oder Taster – was ist der Unterschied?
Ein Schalter rastet ein: Wird er betätigt, bleibt er in der neuen Stellung, bis er erneut betätigt wird. Ein Taster federt zurück: Er schließt oder öffnet den Stromkreis nur, solange er gedrückt wird. Technisch heißt das rastend gegenüber tastend. Welcher Typ der richtige ist, hängt davon ab, ob die Schaltung den Zustand selbst speichert oder nicht. Ein Netzschalter am Gerät ist rastend, weil das Gerät an bleiben soll. Ein Reset-Taster oder eine Klingel sind tastend, weil die Funktion nur einen Impuls braucht. Viele Bauformen gibt es in beiden Varianten – Kippschalter zum Beispiel als rastenden Schalter und als federnden Kipptaster. Der Filter „Schalter-/Tasterfunktion“ oben auf dieser Seite trennt beides.
Welche Schalter und Taster gibt es?
Die Bauform bestimmt, wie ein Schalter bedient und eingebaut wird. Die fünf wichtigsten Typen bei Pollin:
Kippschalter
Der Klassiker mit Metallhebel, meist für ein Bohrloch von 6 oder 12 mm. Kippschalter gibt es ein- und zweipolig, als EIN-AUS, EIN-EIN oder EIN-AUS-EIN, rastend und tastend. Je nach Modell sind Kippschalter für unterschiedliche AC- und DC-Schaltwerte ausgelegt. Für 12-V-Technik und Netzspannung sind jeweils die vom Hersteller angegebenen Spannungs- und Stromwerte maßgeblich. Beispiele: Kippschalter KN3(C)-201A, 2-polig, ON/OFF für Netzspannung, Miniatur-Kippschalter MTS-101-A1 für Platinen und Gehäusefronten.
Wippenschalter (Wippschalter)
Wippenschalter, in der Suche oft Wippschalter genannt, haben eine flache Wippe statt eines Hebels und werden in rechteckige Ausschnitte eingeclipst, typisch 18 × 13 mm oder 30 × 22 mm. Sie sind der Standard für Netzschalter in Gehäusen, oft mit beleuchteter Wippe als Kontrollanzeige. Beispiele: Wippenschalter MRS-101 und Kontroll-Wippenschalter IRS-2 mit Beleuchtung.
Drucktaster und Druckschalter
Ein Drucktaster schaltet, solange er gedrückt wird; ein Druckschalter rastet beim ersten Druck ein und beim zweiten wieder aus. Beide gibt es als Miniatur-Ausführung für Platinen, als Einbautaster mit 12, 16, 19 oder 22 mm Einbaudurchmesser – auch für 230 V – und als Metallausführung mit Schutzart IP65 oder höher für Außen- und Industrieanwendungen. Beispiele: Einbau-Drucktaster PBS-11B, Schließer für Gehäuse, Drucktaster Metall mit hohem Tasterkopf für raue Umgebungen.
Mikroschalter und Endschalter
Mikroschalter, auch Schnappschalter genannt, schalten mit sehr kurzem Weg und spürbarem Klick. Sie werden als Positionsgeber verbaut: in Geräten, an Klappen, in 3D-Druckern und Maschinen. Ein Endschalter ist ein Mikroschalter im Gehäuse mit Rollenhebel oder Stößel, der das Ende einer Bewegung meldet, etwa bei Rollladenmotoren oder Schiebetüren. Beispiele: MARQUARDT Miniatur-Schnappschalter für den Einbau, Endschalter XURUI XZ-9503, IP65 für Maschinen.
Mikro-Eingabetaster für Platinen
Die kleinen Taster mit 6 × 6 mm Grundfläche – oft kurz Mikrotaster genannt, zweipolig oder vierpolig – sitzen auf fast jeder Platine: als Reset, Menü- oder Eingabetaste. Sie gibt es bedrahtet zum Durchstecken und als SMD-Ausführung, mit verschiedenen Betätigerhöhen. Beispiel: Mikro-Eingabetaster 6 × 6 × 4,5 mm.
Spezialformen
Dazu kommen Schlüsselschalter als 19-mm-Einbauversion für Bedienfelder und Gehäuse, Fußtaster für Werkstatt und Nähmaschine, Schwimmerschalter für Füllstände und Navigationsschalter mit vier Richtungen für Bedienfelder. Alle sind über die Filter dieser Seite erreichbar. Schlüsselschalter in Aufputz- oder Unterputzausführung für Garagentore gehören zur Elektroinstallation.
Schalter und Taster kaufen: Worauf sollte man achten?
Vier Angaben im Datenblatt entscheiden, ob ein Schalter in die Schaltung passt. Drei davon lassen sich auf dieser Seite filtern – Schaltkontakte, Schalter-/Tasterfunktion und Schutzart –, die Bauform steht im Produkttitel.
Schaltfunktion: Öffner, Schließer, Wechsler
Ein Schließer stellt beim Betätigen eine Verbindung her, ein Öffner unterbricht sie, ein Wechsler schaltet zwischen zwei Kontakten um. Die Anzahl der Pole sagt, wie viele getrennte Stromkreise gleichzeitig geschaltet werden: Einpolig schaltet einen Stromkreis, ein zweipoliger Schalter kann zwei Stromkreise gleichzeitig schalten und – bei entsprechend geeigneter Ausführung – beispielsweise Phase und Neutralleiter gemeinsam schalten. Die Kurzschreibweise im Filter „Schaltkontakte“ folgt dem Muster „2x Wechsler“, „1x Öffner“ oder „1x Ein / Aus“. Bei Kippschaltern steht zusätzlich die Stellungsfolge dabei: EIN-AUS, EIN-EIN oder EIN-AUS-EIN mit Mittelstellung; Klammern wie (EIN)-AUS-(EIN) kennzeichnen tastende Stellungen, die zurückfedern.
Spannung und Strom
Die Angabe im Produkttitel, etwa 10 A/250 V~, nennt den maximalen Schaltstrom bei der angegebenen Wechselspannung. Für 12- oder 24-V-Gleichstrom können deutlich andere zulässige Schaltströme gelten, weil sich die Lichtbogenbedingungen beim Trennen von Gleich- und Wechselstrom unterscheiden. Maßgeblich ist deshalb der vom Hersteller ausgewiesene DC-Schaltwert im Datenblatt; er sollte nicht pauschal aus dem AC-Wert abgeleitet werden. Für Platinen und Signale reichen Miniaturschalter mit kleinen Schaltleistungen. Wer Netzspannung schaltet, muss die für die konkrete Anwendung freigegebenen Spannungs- und Stromwerte einhalten.
Schutzart
IP20 und IP40 sind typische Schutzarten bei Schaltern für den Einbau in geschlossene Gehäuse. Für Außen, Werkstatt und feuchte Umgebungen kommen je nach Anwendung Schutzarten wie IP65 oder höher infrage, bei dafür ausgelegten Komponenten auch IP69K. Bei vielen Einbauschaltern bezieht sich die angegebene Schutzart auf die Frontseite im eingebauten Zustand; maßgeblich ist das jeweilige Datenblatt. Die Anschlüsse auf der Rückseite müssen entsprechend der Anwendung geschützt sein.
Bauform und Einbaumaß
Drucktaster werden nach Bohrungsdurchmesser gewählt: 12, 16, 19 und 22 mm sind gängige Maße. Kippschalter benötigen je nach Modell beispielsweise eine 6- oder 12-mm-Bohrung, Wippenschalter einen rechteckigen Ausschnitt. Für den Platinen-Einbau zählt das Rastermaß der Anschlüsse, das zum jeweiligen Layout passen muss. Beleuchtete Ausführungen brauchen zusätzlich eine passende Versorgungsspannung für die Beleuchtung, die den Herstellerangaben entsprechen muss.
Welcher Schalter für welchen Einsatz?
Platine, Arduino und Raspberry Pi
Auf der Platine zählen kleines Rastermaß und geringe Schaltströme. Mikro-Eingabetaster mit 6 × 6 mm sind eine verbreitete Bauform für Reset und Eingabe, Miniatur-Kippschalter und Schiebeschalter für Betriebsarten, Miniatur-Drucktaster für Frontplatten. Für Arduino- und Raspberry-Pi-Projekte sind bedrahtete Ausführungen häufig einfacher zu verarbeiten als SMD, wenn sie gesteckt oder von Hand verlötet werden sollen. Beispiele: Mikro-Eingabetaster, bedrahtet und Miniatur-Drucktaster, Schließer.
12-V-Technik in Auto, Boot und Modellbau
Im Fahrzeug und Modellbau werden Kippschalter mit kräftigem Hebel und Wippenschalter mit Kontrollleuchte eingesetzt, oft als Schalterleiste für mehrere Verbraucher. Entscheidend ist der im Datenblatt ausgewiesene DC-Schaltstrom; aus einem AC-Wert wie 10 A/250 V~ lässt sich keine allgemeingültige 12-V-DC-Belastbarkeit ableiten. Für größere Lasten wie Lichtbalken oder Pumpen wird häufig ein Relais oder ein dafür ausgelegtes Schaltelement eingesetzt. Beispiel: CENTRALSYSTEMS Schalterleiste mit 6 Schaltern, 12 V.
Gerätebau mit Netzspannung
Für Geräte am 230-V-Netz kommen zweipolige Wippen- oder Kippschalter infrage, sofern sie für die konkrete Last und Netzspannung freigegeben sind. Zweipolige Ausführungen können Phase und Neutralleiter gemeinsam schalten. Beleuchtete Wippenschalter zeigen den Betriebszustand an. Fußtaster und Schlüsselschalter ergänzen, wo die Hand nicht frei ist oder der Zugriff begrenzt werden soll. Beispiele: Kippschalter KN3(C)-201A, 2-polig und Fußtaster PFS-135A, 10 A/250 V~. Schalter und Taster für die feste Elektroinstallation – Lichtschalter, Wechselschalter und Unterputz-Taster – finden Sie in der Kategorie Schalter / Steckdosen.
Häufige Fragen zu Schaltern und Tastern
Was ist der Unterschied zwischen Schalter und Taster?
Ein Schalter rastet ein und behält seine Stellung, bis er erneut betätigt wird. Ein Taster federt zurück und schaltet nur, solange er gedrückt wird. Schalter eignen sich für Dauerzustände wie Ein und Aus, Taster für Impulse wie Reset, Klingel oder Eingabe.
Kann man einen Schalter durch einen Taster ersetzen?
Nur, wenn die Schaltung den Zustand selbst speichert – zum Beispiel über ein Relais, einen Mikrocontroller oder ein Stromstoßrelais. Ein einfacher Stromkreis ohne Speicherglied braucht einen rastenden Schalter, sonst ist der Verbraucher nur an, solange der Taster gedrückt wird.
Was ist der Unterschied zwischen Wippenschalter und Kippschalter?
Beide können vergleichbare Schaltfunktionen übernehmen, unterscheiden sich aber in Betätiger und Einbau. Der Kippschalter hat einen Hebel und sitzt typischerweise in einer runden Bohrung, der Wippenschalter eine flache Wippe in einem rechteckigen Ausschnitt. Wippenschalter sind bündiger und häufiger beleuchtet, Kippschalter sind häufig mit verschiedenen Schaltstellungen erhältlich.
Welche Symbole stehen auf Wippenschaltern?
Die Symbole „I“ und „O“ werden häufig für Ein und Aus verwendet. Ein Schalter mit „I-O“ hat zwei gekennzeichnete Stellungen, einer mit „I-O-II“ drei Stellungen mit Aus in der Mitte. Klammern wie „(I)“ können eine tastende Stellung kennzeichnen, die nach dem Loslassen zurückfedert. Bei Pollin stehen die jeweiligen Stellungen im Produkttitel, zum Beispiel „2-pol., I-0-II“.
Was bedeuten Öffner, Schließer und Wechsler?
Ein Schließer verbindet beim Betätigen zwei Kontakte, ein Öffner trennt sie, ein Wechsler schaltet von einem Kontakt auf den anderen um. Die Angabe „1x Wechsler“ bedeutet einen Wechsler-Kontakt für einen Stromkreis, „2x Schließer“ zwei getrennte Stromkreise, die gleichzeitig geschlossen werden.
Wie schließt man einen Kippschalter mit drei Anschlüssen an?
Ein Kippschalter mit drei Anschlüssen ist häufig als Wechsler ausgeführt. Welcher Anschluss der gemeinsame Kontakt ist und wie die übrigen Anschlüsse belegt sind, hängt vom jeweiligen Modell ab und muss anhand der Kennzeichnung, des Schaltbilds oder des Datenblatts geprüft werden. Bei Arbeiten an Netzspannung gehört der Anschluss in die Hände einer Elektrofachkraft.
Kann ich einen 230-V-Schalter für 12 V verwenden?
Nur wenn der Hersteller für die konkrete Gleichstromanwendung einen passenden DC-Schaltwert angibt. Die Spannungsfestigkeit eines für 230 V~ ausgelegten Schalters sagt nicht automatisch, welchen Gleichstrom er bei 12 V sicher schalten darf. Bei Gleichstrom entstehen beim Öffnen andere Lichtbogenbedingungen als bei Wechselstrom. Deshalb den DC-Wert im Datenblatt verwenden; fehlt eine DC-Angabe, sollte die zulässige Belastung nicht pauschal aus dem AC-Wert abgeleitet werden.
Wie funktioniert ein Mikroschalter?
Im Mikroschalter sitzt eine vorgespannte Blattfeder, die bei minimalem Betätigungsweg schlagartig umschnappt. Das sorgt für den charakteristischen Klick und ein schnelles, definiertes Umschalten, unabhängig davon, wie langsam der Betätiger bewegt wird. Deshalb werden Mikroschalter überall dort eingesetzt, wo eine Position zuverlässig erkannt werden muss: als Endschalter, Türkontakt oder in Gerätetasten.